Guatemala City
Hallo Ihr Lieben,
heute wollte ich mal wieder Photos hochladen – in Mengen um ehrlich zu sein, um meine Eindruecke der letzten Tage und Wochen mit Euch zu teilen. Nun habe ich also nach einiger Suche hier ein Internetcafe gefunden, in dem das aufgrund der Geschwindigkeit des Internets moeglich ist, aber nun akzeptiert der Computer hier meine gebrannten CDs nicht, sodass ich im Moment nur uploaden kann, was ich auf meinem Memorystick habe! Nun denn, soll wohl nicht anders sein.
Meine Reiseplanungen veraergern mich im Moment sehr, dass heisst der Service der LAN Airline, die mein Round-the-World-Ticket ausgestellt hat. Seit einer Woche sind sie trotz mehrfacher Telefonate nicht in der Lage mir eine Antwort auf die Frage zu geben, ob meine Umbuchungen ueberhaupt moeglich sind und weiter, was sie kosten… Saftladen, ehrlich! So habe ich nun einen Flug nach Miami fuer Samstagmorgen, weiss aber noch nicht genau, wohin es danach geht (denke noch ueber New York nach) und wann es weiter geht, denn am Wochenende wird bei LAN natuerlich nicht gearbeitet… Ich bin saugluecklich darueber ;-((, naja, das koennt Ihr Euch ja vorstellen! Schluss damit, moechte nur „drohen“, dass ich wahrscheinlich Mitte kommender Woche nach Hause kommen werde und damit ist mein Jahr der Auszeit dann auch um! Ich freue mich sehr auf zu Hause, auf meine vertraute Umgebung, aufs Essen, natuerlich aber am meisten auf EUCH!!!
Ich liebe es hier zu reisen, auch wenn es wieder ganz anders ist als in vielen anderen Teilen der Welt! Es ist spannend, aufregend und schoen und ich geniesse es, aber nun reicht es auch erstmal wieder!
Hier in Guatemala City ist alles nochmal anders als in anderen Teilen des Landes und so habe ich gestern Abend nach dem Abendessen entschieden, dass es wohl die cleverste, auf jeden Fall die sicherste Loesung ist, in der Dunkelheit ins Hotel zurueckzukehren. Nicht, dass etwas passiert waere, aber so richtig sicher fuehlt es sich hier am Abend nicht an. Es hat sicher auch einen Grund, dass hier so gut wie jeder Laden Sicherheitspersonal mit riesen Maschinengewehren hat und mein Hotel staendig die Eisengittertuer geschlossen haelt…
Ich habe noch nie so viele Waffen gesehen, wie in den letzten Tagen und Wochen! Jeder, woertlich JEDER, hat hier eine Maschete und es erschreckt alle anderen ausser mir wohl auch nicht, neben einem Mann mit grosser Knarre zu sitzen. Die ist dabei natuerlich auch nicht in Richtung Decke oder Boden gerichtet, sondern meist auf den Nachbar, wahrscheinlich ganz einfach in der Hoffnung, dass sie nicht losgeht… Busfahrten sind grossartig lustig und anstrengend gleichermassen und ich bin irgendwie dann nun doch froh, dass ich nur noch von der Stadt zum Flughafen muss. Beeindruckend ist ohne Frage, wie die Jungs, die den Bus begleiten, waehrend der kurvigen Fahrt das Gepaeck auf dem Dach festbinden um sich dann galant in den Bus zurueckzuschwingen oder aber an der Tuer draussen zu haengen. Interessant (interessant klingt doch besser als panisch, oder?) wird es auch fuer mich als Passagier, wenn ich einen Fuss in der Tuer habe, der Bus losfaehrt (ich rede nicht von anrollt und meine losfaehrt!), ich mir nur noch schnell Halt mit einer Hand suche, um dann in den Bus vorzudringen. Dahin, wo eigentlich kein Platz ist natuerlich.
Zum ersten Mal waehrend meiner Reise bin ich nun auch richtig uebers Ohr gehauen worden an der Grenze Guatemala – Honduras. Als ich nach mehr als 10 Stunden Busfahrt dort ankam, war ich doch ziemlich geschlaucht. Der Wechselkurs zum Guate Quetzel ist wohl offiziell 265, ich habe nur 220 bekommen und dann habe ich fuer eine Busfahrt, die eigentlich 20 Lempira kostet rund 50 Lempira bezahlt. Das macht am Ende einen Verlust von rund 3 Euro und ist vielleicht laecherlich, aergert mich aber trotzdem, weil ich von einigen Menschen gelinkt worden bin, die das Image eines ganzen Landes und seiner Menschen kaputt machen. Ich habe viele Traveller getroffen, die meinen, die Menschen hier seien alle korrupt! Das sehe ich anders, weil ich auch ganz viele hartarbeitende, ehrliche Menschen getroffen habe, die Dir sogar auf der Strasse hinterlaufen, wenn Du 2 Quetzal zuviel gezahlt hast. Aber als Tourist muss man hier leider immer aufpoassen, nicht von geldgierigen Menschen uebers Ohr gehauen zu werden und das strengt nach einer Zeit dann einfach an und nervt!
In den letzten Wochen war ich in Livingston, einer kleinen Stadt, die nur mit dem Boot zu erreichen ist. Die Stadt selber ist nicht wirklich sehenswert, aber die Bootsfahrt dorthin war ein Genuss.
In Tikal habe ich die Maya Ruinen besichtigt und einige Tage im wunderschoenen Flores verbracht. Eine wunderschoene kleine Stadt, gerade genug touristisch, um angenehm zu sein. Einige suesse Geschaefte, kleine Restaurant und ein wunderschoener See, der die Stadt von der groesseren, staubigen und chaotischen Stadt Santa Elena trennt.
Copan in Honduras hat beeindruckende Maya Ruinen. Die Reise dorthin ist beschwerlich gewesen, hat sich aber durchaus gelohnt!
Meine Zeit hier im Internet geht zu Ende! Ich kann Euch nicht versprechen, dass ich mich vor meiner Rueckkehr nochmal melde, ganz sicher werde ich aber danach noch einige Dinge ergaenzen.
Freue mich auf Euch! Und sogar aufs Schuetzenfest, das fuer mich in diesem Jahr dann sicher so kurz nach meiner Ruckkehr auch ein kleiner Kulturschock sein wird!
Ganz kurz – Ganzkoerpertraining in Guatemala oder wie viele Menschen passen in einen Bus???
… ich habe gerade herausgefunden, dass an die Stelle, an die ich heute reisen moechte, nur EIN Boot taeglich faehrt und dass in einer knappen Stunde! Daher wohl nur kurz!
Guatemala ist aufregend, spannnend und ich weiss jetzt schon, dass ich irgendwann mit verbesserten Spanischkenntnissen zurueckkommen moechte! Die Menschen sind fantastisch, freundlich und was mich besonders freut und was ich auf meiner Reise nicht als Selbstverstaendlichkeit erlebt habe, sie tragen wirklich noch ihre traditionelle Kleidung! Auch daher ist es hier grossartig farbenfroh ueberall!
Das Essen aehnelt dem in Mexiko, ob es wirklich eine traditionelle guatemalische Kueche gibt, habe ich noch nicht herausfinden koennen! Aber lecker!!!
Da Wetter ist super, obwohl ja eigentlich Regenzeit ist… Ihr wisst ja: Wenn Engel reisen!!! Naja, ich habe es ja auch schon anders erlebt, wollte Euch aber vor allem wissen lassen, dass das Unwetter in Florida uns hier ueberhaupt nicht beeinflusst hat. Ich halte mich auf von den Kuesten fern und turne eigentlich seit 2 Wochen mehr in den Bergen und kleinen Doerfchen hier herum!
Ach ja – Bus fahren – daher die Ueberschrift – ist hier wirklich ein Abenteuer! Ich entdecke staendig neue Muskeln in meinem Koerper, die bei Busfahrten hier auch zum Einsatz kommen! Alte amerikanische Schulbusse dienen hier als oeffentliche Busse und abgesehen davon gibt es dann auch noch private Vans. Sie kosten alle das gleiche, ich wuerde sagen rund 0.80 Euro fuer 2 Stunden Fahrt. Der Luxus haelt sich dann allerdings in Grenzen. Prima Plaetze sind vorallem zwischen den eigentlichen Sitzen ( nicht, dass dort genug Platz waere, um auf dem Boden zu sitzen, nein, es ist mehr ein haengen zwischen den Sitzen), gern genommen auch die Option in eigentlichen Ablage fuer Gepaeckstuecke ueber den Koepfen der anderen und 2 Sitze reichen mindestens fuer 3, gerne aber auch mal fuer 4 Personen. So ist dann auch die Gefahr, bei den rasanten Fahrten durch den Bus geschleudert zu werden, relativ gering, denn das Bewegungsfeld ist ja deutlich eingeschraenkt. Klingt schrecklich? Ist es nicht, denn die Guatemalis sind super und mit Lachen, guter Laune Musik des Fahrers und halbwegs leerem Magen laesst sich das wirklich super ertragen und macht richtig Spass! Gestern kam mein Bus in eine Verkehrskontrolle. Der Inspektor nahm den Bus in Augenschein, stellte wohl auch einige Maengel fest. „Repariert“ wurde das Problem dann mit einem Geldschein! Der Inspektor war gluecklich und ich erst – als ich heil angekommen bin! Keine Ahnung, was nicht in Ordnung war…
Ich muss leider Schluss machen, werde Euch bald wieder von meinen Abenteuern berichten! Ich freue mich sehr hier zu sein, aber ich merke auch zunehmend, dass ich mich mit dem Gedanken beschaeftige, dass meine Reise in 3 Wochen zu Ende sein wird.
Nun geniesse ich erstmal die Sonne hier, freue mich auf ein kleine Doerfchen hier am Lake Atitlan und melde mich bald wieder! Wie gefallen Euch meine Photos? Ich bin ganz stolz, finde sie schoen!
Gruesse aus San Cristobal de las Casas
Hallo Ihr Lieben.
auch wenn ich mich lange nicht gemeldet habe – mir geht es bestens!
Wo fange ich an??? Naja, das letzte Mal als ich geschrieben habe, war ich in Merida… Seit dem liegen unzaehlige Stunden im Bus, wunderbare Erlebnisse und leider auch eine ziemlich schmerzhafte Blasenentzuendung hinter mir… Aber hinter mir… DAnk Antibiotikum bin ich jetzt wieder fit!!! Wofuer meine groesse Reiseapotheke dann doch gut ist!
Von Merida aus ging es nach Uxmal, die Photos werde ich Euch leider auch diesmal schuldig bleiben, denn keiner der Computer hier in den Internetcafes akzeptiert das hochladen meiner Bilder .-((
Campeche, meine naechste Station, ist eine wunderschoene Stadt, romantisch mit vielen schoenen Kirchen und einem tollen Flair. Dort habe ich es dann auch gleich ein paar Tage laenger ausgehalten als geplant…
Danach rief der Dschungel in Palenque! Die Photos solltet Ihr sehen – ich hoffe das werdet Ihr bald! Mitten im Urwald habe ich mich also von meiner Blasenentzuendung erholt, waere es nicht so schmerzhaft gewesen, koennte ich wohl sagen, dass es mir in der Haengematte haengend verdammt gut ging! Den lieben langen Tag mal gar nichts machen ist auch mal was schoenes! Den Urwald zu erleben ist ueberwaeltigend! Es ist still und urploetzlich erwacht der Urwald und die Tiere veranstalten ein ohrenbetauebendes Konzert! Beeindruckend! Ebenso beeindruckt war ich zunaechst von meiner Unterkunft… allerdings nicht gleich im Positiven… Dusche und Toilette outdoor… das hatte ich nun schon laenger nicht mehr und ich musste mich erstmal wieder daran gewoehnen so im Freien… naja, Ihr wisst schon!
Von Palenque aus bin ich dann – wieder mit dem Bus – nach San Cristobal. Der 5 stuendige Bustrip war wunderschoen und ging durch die mexikanischen Highlands… Zum Glueck habe ich kein Problem mit Reisekrankheit… Aber meine Blase war dann (halt immer noch nicht 100% OK) froh, als ich den Bus verlassen konnte.
Busse im allgemeinen sind hier in Mexiko viel luxurioeser als ich mir das vorgestellt hatte! Wirklich super! Erste Klasse kosten 5 Stunden Busfahrt rund 8 Euro, da kann man sich ja auch nicht beschweren, oder?
Guatemala soll nochmal guenstiger sein - morgen werde ich die Grenze uebertreten und dann fuer rund 3 Wochen dieses Land unsicher machen… Ich bin gespannt, fuehle mich aber inzwischen gut vorbereitet und das Reisen dort soll auch OK sein. Es gibt wohl keine ¨richtigen¨Busse, aber Minivans, von denen man sich so gut wie ueberall aufpicken lassen kann… Ich werde berichten!
Fuer heute war es das leider – ich habe mich zu lange ueber das Unmoegliche Uploaden von Photos geaergert…
Liebe Gruesse
Nicki
Neue Photos
Hallo Ihr Lieben,
leider nur noch mal ganz kurz, Merida ruft und ich moechte hier noch etwas sehen, bevor ich heute nachmittag nach Campeche aufbreche. Ich hatte ueberlegt den Uebernachtbus nach Palenque zu nehmen, aber diese Busse sind wohl nicht so ganz sicher, daher habe ich mich entschieden, meine Reise nach Palenque in zwei Teile zu splitten und heute nachmittag nach Campeche zu fahren. Die Stadt liegt am Meer und die Beschreibung in meinem Guidebook klingt auch gut, so dass ich mich richtig darauf freue!
Neue Photos findet Ihr in der Galerie USA (von meinen letzten Tagen mit Fiona in LA bei Jutta und Bert) und in der neuen Kategorie Mittelamerika! Freue mich auf Eure Kommentare!
Wenn ich wieder in Ruhe das Internet nutzen kann, melde ich mich wieder!
Nicki
Viva la Mexico! Auf den Spuren der Mayas
Hallo Ihr Lieben,
wenngleich Mexiko hier in Yucatan insgesamt viel weniger chaotisch ist, als ich es erwartet hatte, ist Internet doch eine grosse Katastrophe! Es ist langsam, die Leitung bricht haeufig zusammen… Es ist Regenzeit, was das ganze hier sicher nicht einfacher macht!
Aber ich habe eine tolle Zeit! Ich bin auf den Spuren der Mayas unterwegs, nachdem ich mich in Tulum an einem wunderbaren karibischen Strand fuer drei Tage von den „Strapazen“ des Rodatrips in den Staaten erholt habe. Vergangenen Sonntag bin ich also von LA nach Cancun geflogen! Vom Chaos des Flugtausches mag ich Euch gar nicht berichten, denn dann wuerde ich mich wohl wieder aufregen und das ist es echt nicht wert! Am Ende habe ich einen neuen Flug gekauft, um nach Mexiko zu kommen und bin echt sauer mit der One World Alliance! Am Flughafen haben sie mir erklaert, dass ich das Geld fuer den „neuen“ Flug zurueckbekommen wuerde – hoffe nun, dass das auch so ist!
Im Moment plane ich ein paar Wochen durch Mexiko, Guatemala, Honduras und Belize zu reisen. Wenn am Ende die Zeit noch reicht, steht Kuba auch ganz oben auf meiner Wunschliste – dort moechte ich eigentlich hin, bevor sich das politische System dort veraendert! Man braucht aber eine Touristenkarte und ich bin im Moment noch nicht ganz sicher, wie und ob ich an diese auch hier in Zentralamerika komme. Habe gerade der kubanischen Botschaft in Berlin geschrieben und hoffe auf hilfreiche Informationen…
In Tulum gibt es nicht nur einen tollen Strand und wenig Touristen, sondern darueber hinaus auch einen Maya-Tempel, der direkt am Meer errichtet ist. Wirklich beeindruckend! Denke, dass meine Photos das dokumentieren werden! Von Tulum aus bin ich mit dem Bus (und das Bussystem ist hier wirklich gut!) nach Coba gefahren zu einem weiteren Maya-Tempel! Ausser dem Tempel hat das Oertchen nicht viel zu bieten. Aber ich bin etwas in Kontakt mit den Mexikanern dort gekommen, was mir mit meinen gebrochenen Spanisch sehr viel Spass gemacht hat. Nonverbale Kommunikation habe ich in Asien ja ausreichend erprobt! Von Coba aus bin ich wieder in den Bus (die einzige etwas merkwuerdige Sache an den Bussen ist, dass sie kleine Staedtchen manchmal einfach nicht anfahren… aber an diesem Tag hatte ich wohl Glueck, der Busfahrer war gut gelaunt und hat mich in Coba aufgepickt…) und nach Chichen Itza gefahren zu einem weiteren Tempel und ich muss sagen, dass ich jedes Mal mehr beeindruckt bin und die Tempel sich in der Reihenfolge, in der ich sie bislang gesehen haben, in ihrer Groesse und Schoenheit immer gesteigert haben! Uxmal heute morgen (habe ich als Daytrip hier von Merida aus unternommen) war bislang die Kroenung! Die Pyramide ist einfach wahrsinnig beeindruckend und der Ort hat schon etwas mystisches!
Nun bin ich also in Merida! Gestern nachmittag bin ich hier angekommen. Mein Hostel ist direkt am grossen Plaza und dort hat gestern ein grosses Foodfestival stattgefunden! Ausser Essen natuerlich auch Musik in den Strassen! Es war herrlich die gutgelaunten Mexikaner beim Tanzen zu beobachten!
Grand Canyon
Bevor wir uns gleich weiter Richtung LA aufmachen, sende ich Euch noch schnell liebe Gruesse aus Kingsman. Nicht, dass diese Stadt besondere Erwaehnung verdient haette… Hier liegt ganz einfach nur unser Motel fuer diese Nacht. Immerhin haben wir hier mal wieder – wie fast ueberall hier im Westen – Wifi. Es ist noch frueh, ich bin um 5.00h aus dem Bett gefallen und nutze seitdem Fionas Computer, um einige Dinge online zu erledigen. Heute Abend wollen wir wieder in LA sein, bis dahin liegen noch rund 400 Meilen vor uns. Wir werden dort bei Tintin uebernachten, einem supernetten Maedel aus LA, die ich in Korea kennengelernt habe. Sie war bis letzte Woche in der Mongolei und davon moechte ich alles erfahren! Ihre Reiseberichte klangen super aufregend! Sie hat dort in 4 Wochen 10 Kilo verloren, wohl nicht nur, weil sie das Essen, das sie bekommen hat, nicht gut vertragen hat, sondern auch, weil es oft einfach nichts zu Essen gab.. Das sind dann schon Erlebnisse der besonderen Art und sie ist froh, dass sie ihren Rucksack waehrend dieser Zeit nicht gegessen hat… Ich freue mich sehr, sie wiederzusehen.
Morgen schlafen wir dann bei einem deutsch-chilenischen Ehepaar. Der Kontakt ist ueber die Weissfraecke zustandegekommen. Sie hat im vergangenen Jahr die karnevalistische Matinee besucht und war so begeistert, dass sie sich per Email an Burkard gewendet hat. Am 4. Juli war ich ja dann in LA und hatte Probleme dort ein Bett zu bekommen. Ich habe mich an sie gewendet, gefragt, ob sie ein Plaetzchen in der Garage fuer mich haette und sie hat mir – obwohl selber unter Zeitdruck, weil sie auf dem Weg nach San Francisco war – spontan ihr Gaestezimmer angeboten. Ich bin dann am Ende nicht darauf zurueckgekommen, weil Fiona und ich am naechsten morgen frueh nach San Diego aufgebrochen sind, aber diese spontane supernette Hilfe hat mich total beeindruckt. Nun fahre ich also zurueck nach LA um Jutta und Bert persoenlich kennenzulernen und wir werden dort morgen uebernachten.
Ansonsten ueberlege ich, meine Reiseplaene voellig ueber den Haufen zu werfen und statt weiter durch die Staaten zu touren, am Wochenende nach Mittelamerika zu fliegen. Das hat mehrere Gruende: Mir fehlt vor allem die interkulturelle Herausforderung hier und so toll es war, in den vergangenen Wochen hier englischsprechend perfekt kommunizieren zu koennen, so langweilig ist das fast schon inzwischen. Nach Amerika kann ich jederzeit einfach und auch billig zurueckkommen. Hierher moechte ich auf jeden Fall nochmal, um mir das Death Valley anzuschauen, aber das sollte wohl im Fruehjahr sein, wenn die Wildflowers bluehen. San Francisco reizt mich auf jeden Fall und auch der wunderschoene Yosemite NP, aber das waere ja auch mal ein logischer zwei-Wochen-Trip, den ich in den naechsten Jahren angehen koennte.. Ich habe noch nichts entschieden, muss ohnehin erstmal mit American Airlines reden. Aber das kann ich nur am Flughafen in LA… Mal sehen, welche Optionen es gibt und dann werde ich mich entscheiden.
Und nun zum eigentlichen Titel meines Artikels … zerknirscht…. sorry!
Der Grand Canyon ist beeindruckend! Noch besser als der South Rim, an dem wir gestern und vorgestern waren, hat uns der wesentlich ruhigere, 1000 feet hoehere North Rim gefallen. Das haengt vor allem mit den nicht-vorhandenen Touristenmassen am wunderschoenen North Rim zusammen.Landschaftlich faszinierend sind beide – ganz ohne Frage. Highlight unsere Grand Canyon Trips war unser Helikopter-Flug gestern. Wir hatten einen langen Flug fuer 50 Minuten gebucht, aber aufgrund der Wettersituation konnten wir dann nur einen 30 minuetigen fliegen. Aber auch das war absolut wunderbar! Wir sind mit Maverick Helikopters geflogen und waren absolut begeistert von der Art und Weise, wie wir behandelt wurden. Unser Pilot, Duck, war super und hat den ganzen Flug kommentiert. Wir waren zu fuenft im Flieger und jeder hatte einen Fensterplatz! Durch die riesigen Scheiben hatten wir alle einen fantastischen Blick und haben den Rundflug absolut genossen! Am Nachmittag haben wir dann entschieden, dass wir genug Canyon gesehen haben – das liegt nicht etwa daran, dass der Grand Canyon nichts zu bieten haette, sondern einfach an uns und an der Tatsache, dass wir einige laengere Wanderungen in den letzten Tagen noch in unseren Beinen spueren und wir einfach keine Lust mehr hatten. Somit sind wir dann schon einige Meilen Richtung Suedwesten gefahren. Die Route 66 von Seligman hier nach Kingsman ist wunderschoen zu fahren. Ich habe zwar die vielen knatternden Harley Davidson vermisst, die in meiner Vorstellung auf der Route 66 cruisen. Aber wir haben es sehr genossen.
Wir sind auch an einigen Indian Reservations vorbeigekommen und ich muss sagen, dass ich doch einigermassen ueberrascht war. Mit der Wild West Romantik hat das wenig zu tun. Hier stehen eher hinter Zaeunen voellig heruntergekommene Haeuser von dunkelhaeutigen Menschen… Naja, was soll man erwarten? Es scheint wohl doch nicht zu reichen, Menschen alles zu geben, was sie noetig zum Leben brauchen (das sind wohl eine Bleibe und Geld), aber keine Aufgabe! Entschuldigt diese kritische Sicht! Aber als wir den alten Indianer (natuerlich nicht mit Federn auf dem Kopf und in Felldress!!!, sondern mit ganz normaler, allerdings etwas riechender und verdreckter Kleidung) getroffen haben (ach ja, wir waren wohl mal wieder abseits der ausgetretenen Touristenpfade unterwegs…), der uns (fast zahnlos) erzaehlte, dass er in einem schoenen Haeuschen am Ende der Strasse wohne, war ich absolut geschockt. Sein „schoenes Haeuschen“ – und es ist ja prima, dass er das so empfindet – stellte sich als ein Verschlag aus Holz und Blech heraus. Ich fragte ihn, ob sie nicht von der Regierung Haeuser zur Verfuegung gestellt bekaemen? Ja, er habe vor rund 25 Jahren ein Haus errichtet bekommen, aber damit haette er nicht wirklich etwas anfangen koennen und haette das Holz, aus dem das Haus gebaut war, zu Brennholz verarbeitet!!! Traurig, lustig??? Ich weiss es nicht! Es zeigt auf jeden Fall, dass Menschen in unterschiedlichen Welten leben und auch nicht einfach in eine andere Welt verpflanzt werden koennen, auch wenn sie auf dem gleichen Boden errichtet wird! Mit Sicherheit mein beeindruckendstes Erlebnis hier in den vergangenen Tagen und Wochen!
Ich lade noch schnell ein paar Photos hoch und dann fahren wir gleich los! Ich versuche Euch auf dem Laufenden zu halten ueber meine weiteren Plaene!
Nicki
Wusstet Ihr…
Wusstet Ihr, dass Gummibaerchen in der Hitze schmelzen? Den Beweis seht Ihr in der Zion Photo Abteilung! Wir waren fasziniert und begeistert!! Und erstaunt, denn M & M halten der Hitze stand…!
)
Wilder Westen
Ich bin im Bryce Nationalpark in Utah und finde es unglaublich, dass wir hier Internet haben. Ich lade Euch gerade einige meiner Eindruecke der letzten Tage hoch – leider recht langsam… Aber die Photos sind toll geworden und ich bin schon ein bisschen stolz!!!
Nachdem wir das hektische und schreckliche Las Vegas verlassen haben, fuehle ich mich in der Natur wieder super wohl.
Hoover Dam und Lake Mead standen am Montag auf unserem Programm. Das ist ein kurzer Abstecher von Las Vegas, was man auch daran merkt, dass die Touristenmassen riesig sind… Der Damm ist beeindruckend, wenn auch nicht so gross wie der Drei-Schluchten-Staudamm, den ich in China besucht habe. Beeindruckend ist nicht nur die Ingenieur-Technik, die dahinter steckt, sondern fuer mich vielmehr, wie der Bau dieses Damms die Gegend veraendert hat, fruchtbar gemacht hat. Lake Mead hat uns nicht so nachhaltig beeindruckt, mag aber auch daran liegen, dass wir an diesem heissen Tag eine schoene Stelle zum Schwimmen gesucht, aber nicht gefunden haben…
Dienstag sind wir frueh um 5 Uhr Richtung Joshua Tree Nationalpark aufgebrochen. Die Hitze im Park war immens, zwischen 45 und 50 Grad, sodass wir uns entschieden haben, nur kurze Wanderungen von maximal 2 Stunden Dauer zu machen. Wir haben an diesem Tag beide mehr als 10 Liter Wasser getrunken… Der Park war wunderschoen, keine Touristen (durch die Hitze) und wir haben auf einem tollen Campingplatz im Schatten einiger grosser Steine gezeltet.
Mittwoch sind wir weiter zum Zion Nationalpark. Hier ist es kuehler und die Infrastruktur ist ueberragend. Seit 2000 sind keine Privatwagen mehr im Park erlaubt, seitdem heisst es umsteigen in einen Shuttle Bus. Zunaechst waren wir total genervt von dieser Idee, aber es stellte sich dann doch als superpraktisch heraus. Wir haben uns fuer die laengeren Wanderungen entschieden, zum einen, weil die Temperaturen angenehm waren, zum anderen, um den Touristenmassen zu entfliehen. Frage ist natuerlich, was war zuerst, die Massen oder die gute Infrastruktur, aber es ist keine Frage, dass gute Facilities das Erleben eines Nationalparks einfacher und so fuer umso mehr Menschen zugaenglich machen. Tolle Eindruecke wie Ihr auf den Photos sehen koennt! Gezeltet haben wir auf einem einsamen Zeltplatz – wunderschoen! Gestern gab es Pasta mit Tomatensauce und Gemuese (natuerlich aus der Dose), selbst das laesst sich auf dem Campingkocher gut zaubern. Heute wird es dann wohl wieder Curryreis sein. Vermute, dass wir uns auch in den naechsten Tagen von Reis ernaehren werden. Wir muessen uns morgen erstmal erkundigen, aber wir wollen versuchen, den Grand Canyon hinabzusteigen und am naechsten Tag wieder aufzusteigen. Allerdings im North Rim, dort ist der Canyon fast doppelt so hoch wie im South oder West Rim und wenig touristisch, da man ihn nur von der anderen Seite und nicht von Las Vegas aus erreichen kann. Ich mache meine Entscheidung von den Temperaturen und meinem Wohlbefinden morgen abhaengig. Ich halte es so, dass ich mch dagegen entscheide, wenn ich nur den geringsten Zweifel habe, also keine Bange! Die Nicki macht das schon!!! Daher habe ich mich auch gegen den Besuch des Death Valley entschieden. Dort herrschen im Moment wohl Temperaturen um die 50 bis 55 Grad und das brauche ich echt nicht. Ich bin sicher, dass das Tal nicht zu unrecht seinen Namen traegt und ich bin nicht bereit, irgendwas zu riskieren. Am schoensten soll es dort ohnehin im Fruehjahr sein, wenn die Wildblumen bluehen.
So, nun sind wir also im Bryce Nationalpark. Der Bryce Canyon entstand durch Erosion an der östlichen Seite des Paunsaugunt-Plateaus. Er unterscheidet sich von anderen Canyons durch seine einzigartigen geologischen Strukturen, die Hoodoos, welche durch Wind, Wasser und Eis aus den Sedimenten geformt werden. Die roten, orangefarbenen und weißen Sedimente bieten einmalige Aussichten.
Gleich werden wir die Vollmond-Wanderund mit einem Ranger machen, alleine ist das zu gefaehrlich. Wir freuen uns und muessen los, daher muss ich an dieser Stelle abbrechen.
-
Archive
- September 2008 (3)
- August 2008 (4)
- Juli 2008 (8)
- Juni 2008 (12)
- Mai 2008 (11)
- April 2008 (2)
- März 2008 (1)
- Dezember 2007 (3)
- November 2007 (8)
- Oktober 2007 (11)
- September 2007 (4)
- August 2007 (1)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed



