Noch mehr Photos!
War ganz fleissig und habe noch mehr Photos hochgeladen! Die, die ich schon auf DVD gebrannt habe, kann ich hier leider nicht uploaden, denn der Rechner will die DVD einfach nicht lesen..
Ich hatte einen entspannten Tag. Bin von Tokyo heute morgen um 8 Uhr nach Himeji gefahren (rund 4 Stunden), um mir das Schloss dort anzuschauen. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, dennoch ist das Schloss durchaus sehenswert! Von dort bin ich weiter hierher nach Kobe, hier werde ich morgen 4 Maedels treffen, die ich aus Cambridge kenne. Das wird sicher lustig!
Tagsueber werde ich meinen Rucksack in einem dieser Schliessfaecher zwischenlagern und abends noch nach Hiroshima fahren. Denn erstens ist das Hostel hier nicht besonders und so habe ich dann am Montag in Hiroshima schon einen ganzen Tag und muss nicht erst anreisen. Gerade habe ich die Zuege und Unterkuenfte fuer die naechsten 4 Tage geplant, mal sehen, ob der Plan auch aufgeht oder ob Madame sich noch fuer einen weiteren Zwischenstopp entscheidet!
So, um 22 Uhr schliesst mein Hostel seine Pforten (tja, raue Sitten hier in Japan, dafuer ist es aber im Verhaeltnis zu einem Hotel sehr guenstig) und ich muss noch etwas Essen und etwa 15 Minuten zuruecklaufen. Daher muss ich mich heute kurz fassen.
Ich hoffe die Photos gefallen Euch und geben Euch einen Eindruck von meinen Reiseerlebnissen. Viele waeren sehr kommentierenswert oder sogar -beduerftig, aber irgendwie mag ich mir dafuer im Moment nicht noch mehr Zeit nehmen. Hier gibt es einfach so viel schoenes zu entdecken. Dazu gehoert auch das Essen! Und darauf freue ich mich jetzt!!!
In diesem Sinne wuensche ich Euch ein schoenes Wochenende!
Nicki
Ich bin gefrustet!!!
Ihr sollt einfach keine Bilder zu Gesicht bekommen! Ich habe jetzt fast vier Stunden in einem Internetcafe verbracht, Photos sortiert, kopiert, gedreht, sie auf den Rechner geladen… Jetzt ist der Rechner abgestuerzt und die Bilder sind wieder mal nicht auf dem Blog!!! Arrrggghhh!
Jetzt muss ich aber los, denn um 23 Uhr ist Bettruhe angesagt in meinem Hostel! Dann werden die Tore geschlossen und ich kaeme nicht mehr rein! Und auf der Strasse zu schlafen ist mir heute zu abenteuerlich! Ich versuche es morgen wieder! … oder wir machen nen Dia-Abend, wenn ich wieder da bin … Blaeaeaeaeaehhh!!! Ich will aufn Schoss!
Shanghai
hat mir super gefallen! Mag sein, dass es daran liegt, dass die Stadt so westlich ist.
Die Skyline ist wunderschoen und bei einer Cruise ueber den Fluss hatte ich einen tollen Blick auf die beeindruckende moderne Skyline und den historischen Bund auf der anderen Seite.
Kalista and Tracer, zwei Kalifornier, die ich auf der Kreuzfahrt kennengelernt habe, WAREN zeitgleich in Shanghai und so haben wir uns fuer unseren zweiten Abend zu einer tolle Akrobatik-Show verabredet! Das war der absolute Oberknaller! Jede Nummer war atemberaubend und ich staune jetzt noch, wenn ich daran denke. Da springen Artisten durch sich drehende, brennende Reifen in grossartigsten Stunts, da fahren 12 (zwoelf!!! Nicht drei oder so wie bei uns schon mal) Motorraeder in einer Kugel (versteht Ihr, was ich meine?), da raekeln sich Maedels in Posen, dass man meint, die koennen weder Knochen noch Muskeln oder Baender haben! Ich habe wirklich staendig vor Aufregung den Atem angehalten! Ein toller Abend!
Im Yuyuan Garden laesst sich chinesische Gartenbaukunst in hoechster Vollendung beobachten, das Shanghai Urban Planning Exhibition Centre zeigt die bombastische Entwicklung der Stadt (allerdings auch, dass fuer neues mit altem konsequent tabula rasa gemacht wird), auf der Nanjing Road, dem trendigsten und busiesten Shoppingdistrict, staunt man ueber buntes Merchandising und riesige Shoppingmalls. Das Shanghai-Museum ist das groesste Museum in China und stellt in 8 verschiedenen Austellungen mehr als 120.000 Stuecke chinesischer Kunst und kulturelle Relikte aus! Ich habe mir dafuer nur 2 Stunden Zeit genommen, aber man koennte ohne Probleme einen ganzen Tag dort verbringen! Nachhaltig beeindruckt hat mich der hochmoderne STADTTEIL New Pudong, wo ein Wolkenkratzer sich mit dem anderen misst. Allerdings stehen sie nicht so eng beieinander wie z.B. in hong Kong und vermitteln daher nicht dieses Gefuehl der Enge. Noch nicht… nicht dieses Gefuehl der Enge. Noch nicht… Wer weiss, Gefuehl der Enge. Noch nicht… Wer weiss, was die Chinesen da in den naechsten Jahren noch Richtung Himmel schiessen lassen!
Xian
… hat mich ohne Frage beeindruckt!
Als ich in Xian ankam, fand ich genau das, was ich mir vorgestellt hatte! So sah eine chinesische Stadt in meiner Vorstellung aus! Die Terrakotta-Armee ist ohne Frage beeindruckend. 1974 wurde die riesige Armee aus menschengrossen Kriegern gefunden (angeblich von einem Bauern. Dieser arme Kerl sitzt hinter einem Pult in einem der Museumsraeume und unterschreibt die dort erworbenen Buecher! Armer Wicht!). Man weiss nicht viel ueber die Entstehung, aber man geht davob aus, dass die Krieger das Grab eines Kaisers bewachen. Kein Krieger hat das gleiche Gesicht wie ein anderer. Urspruendlich waren sie wohl farbig, aber 3 Tage, nachdem sie das Tageslicht “erblickten”, verloren sie ihre Farbe. Ausgebuddelt sind inzwischen rund 1500 Krieger, noch verbuddelt sollen rund weitere 8000 sein. Angeblich sind alle Maenner, die damals an der Armee gebaut haben, hinterher umgebracht worden, damit sie keinem davon berichten koennen. Imposant! Ich bin mit vier anderen aus dem Hostel dort gewesen und so konnten wir uns sogar eine Fuehrung leisten!
Abgesehen davon hat mir die Atmosphere in Xian sehr gut gefallen. Im Muslim-Quarter hinter dem Trommelturm, habe ich taeglich super gegessen! Der Rummel dort ist beeindruckend. Teile der alten Stadtmauer sind noch erhalten und rund um die Big Goose Pagoda gibt es einen tollen Tempel und einen grossen Platz, auf dem aeltere Menschen (das sieht man viel in China) sich zum Tanzen unter freiem Himmel treffen. Das Treiben zu beobachten, hat mir immer einen Riesenspass gemacht.
Wie war China?
beschreiben wuerde. Ob ich nochmal hinmoechte? Nicht sicher!
Am Donnerstag, als ich recht gefrustet nach Peking geflogen bin, habe ICH einige Verhaltensregeln aufgestellt, an die man sich halten sollte, wenn man nicht auffallen moechte.
Warum ich gefrustet war?
Zunaechst habe ich den Bus nicht bekommen, weil die Rezeptionistin in meinem Hostel mir den falschen Ausgang von der U-Bahn genannt hat. Das ist in Shanghai in der Rush^hour nicht lustig und auch keine Kleinigkeit, denn es kostete viele Minuten, um dann an den angestrebten Ausgang zu kommen. Dadurch habe ich den Bus zum Airport verpasst, was mich geaergert hat, weil ein Taxi das 6-fache kostet.
Am Flughafen beim Einchecken musste ich meinen Koffer oeffnen und er wurde genauestens unter die Lupe genommen. Das geschieht hinter dem Check-IんーSchalter und zwar genau so, dass alle Wartenden es beobachten koennen. Morgens musste ich frueh los und da ich die drei australischen Surfer, mit denen ich mein Zimmer teilte, nicht wecken wollte, habe ich alles nur in den Koffer gestopft und bin dann los. Somit herrschte natuerlich totales Chaos in meinem Rucksack. Ich bin ja wirklich nicht pruede, aber warum dann BHs, benutzte Unterhosen usw. aus den Schmutzwaesche-Beuteln gezogen und betrachtet werden muessen, entzieht sich voellig meinem Verstaendnis. Zu diesem Zeitpunkt war ich ja schon ueber eine Woche in China und so hatte ich mich an die Kontrollen gewoehnt und kommentierte sie nur noch mit einem unglaeubigen Kopfschuetteln und breitem Grinsen. SCHLIESSLICH musste ich fast saemtliche Kosmetika vorfuehren usw. Ich war genervt. Mein Feuerzeug haben sie mir schliesslich abgenommen, wahrscheinlich nur, um irgendwas rauszufischen, denn Feuerzeuge im eingecheckten Gepaeck sind doch normalerweise erlaubt???!!!
Ich war also genervt und stellte im Flugzeug folgende Regeln auf fuer das
UNAUFFAELLIGE VERHALTEN IN CHINA:
1. Ruelpsen und Pupsen erleichtern Dich! Erleichtere Dich wo und so oft Du moechtest moeglichst laut wo und so oft Du moechtest moeglichst laut!
2. Spucken ist super! Hole alles aus der Tiefe Deines Koerpers hervor begleitet durch ein lautes Geraeusch! Rotze wohin Du magst, vielleicht jemand anderem direkt vor die Fuesse, mindestens aber mitten auf den Gehweg!
3. Lautes Gaehnes ist ein guter Weg um anderen zu zeigen, dass Du muede bist oder unter Sauerstoffmangel leidest. Am besten Du gaehnst so laut Du kannst, wenn jemand gerade neben Dir steht oder an Dir vorbeigeht!
4. Die albernen gruenen und roten Signalleuchten an Strassenkreuzungen sind gaenzlich zu ignorieren! Ueberquere die Strasse, wann DU moechtest und ignoriere dabei auch den Mann mit der Trillerpfeife, der Dich zusaetzlich zum Ampellicht davor warnt, die Strasse bei Rot zu ueberquere Trillerpfeife, der Dich zusaetzlich zum Ampellicht davor warnt, die Strasse bei Rot zu ueberqueren! Eigentlich hast Du recht, denn auch bei gruenem Ampellicht besteht die Gefahr, von einem Gefaehrt ueberrollt zu werden, dass seinerseits sein Signal ignoriert!
5. Bist Du im Auto unterwegs und andere Autos kommen Dir in die Quere, hupe und fahre einfach weiter! Hupen ist ueberhaupt ein guter Weg um sich durchzusetzen! Mache es am besten ohne Pause! Andere machen ES ja auch und das ergibt ein tolles Konzert!
6. Rote und weisse Socken sind total hipp! Fuer Frauen machen sie sich auch gut in offenen Schuhen!
7. Eine einheitliche Seite, auf der gelaufen wird, gibt es nicht! Das wuerde es zwar einfacher machen, aber man haette weniger Koerperkontakt! Steigst Du aus einem oeffentlichen Verkehrsmittel aus und musst Dich zunaechst orientieren, bleibe mitten im Eingang stehen und versperre anderen dabei den Weg. Beim Einsteigen ist darauf zu achten, es aussteigenden Fahrgaesten moeglichst schwer zu machen, den Wagen zu verlassen. Also draengel Dich rein!
8. Moechte jemand ein Photo machen, laufe bitte ins Bild. Das macht es doch viel authentischer!
9. Scheint jemand etwas zu beobachten oder darauf zu warten, dass er an der Reihe ist, sorge dafuer, dass Du mindestens im Weg stehst. Viel besser noch, stelle Dich am besten DIREKT vor ihn, um ihm die Sicht zu versperren oder Dir Wartezeit zu ersparen!
10. Schluerfe alles! Zum Schluerfen eignet sich praktisch alles! Auch wenn es anderen total unmoeglich erscheint, ein bestimmtes Essen zu schluerfen – Du schaffst es!!!
11. Ein Handy eignet sich nicht nur zum telefonieren! Wenn Du also gerade nicht telefoniert oder smst, hoere Musik! Das kannst Du praktisch ueberall machen! Besonders hebt es die Stimmung in Museen!!!
High Speed Internet in Japan
arbeiten, denn man muss nicht – so wie in China arbeiten, denn man muss nicht – so wie in China – minutenlang darauf warten, dass sich eine Seite oeffnet. Nach dem Erdbeben ist es noch schlimmer geworden und es hat manchmal wirklich 3-5 Minuten gedauert, bis man eine ganz normale Email oeffenen konnte. Dass das wenig Spass macht, werdet Ihr Euch vorstellen koennen.
Photos hochladen klappt hier am Rechner nicht, vielleicht spaeter am Computer im Hostel? Ich hoffe es doch sehr! Moechte schon gerne die tollen Eindruecke der vergangenen Wochen mit Euch teilen – auch in Bildern!
Ankunft in Japan
Auf Japan habe ich mich wie Bolle gefreut! Direkt bei der Einreise habe ich mich sauwohl gefuehlt. Mit einem Laecheln wird man begruesst, bei der Passkontrolle rutscht mir nicht gleich das Herz in die Hose und ueberhaupt ist alles super!!!
Es ist sauber (wobei die grossen Staedte in China das auch sind!), es gibt schoene Menschen in gutsitzenden Anzuegen (Anzugtraeger gibt es in China auch, aber…) und: ich wundere mich fast, nicht angestarrt zu werden! Nach China, einem Land, in dem man fast permanent angestarrt wird, Dieses Anstarren in China ging mir nicht so sehr auf den Zeiger wie vielen anderen, aber wirklich angenehm ist es halt auch nicht. Es sind nicht unbedingt neugierige Blicke. Ich kann das kaum beschreiben und frage mich natuerlich, woher das ruehrt, denn sicher hat man schon viele Westler in den grossen Staedten in China gesehen. Und da ich ja nur ein Visum fuer 15 Tage hatte, hatte ich ja kaum Gelegenheit, die touristische Route zu verlassen…
Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, heute gar nichts zu machen und auszuspannen, da die Reise durch China wirklich anstrengend war, Aber ich wohne in einer japanischen Jugendherberge und die muss man zwischen 10 und 15 Uhr verlassen, denn dann ist Putzzeit! Dafuer ist alles wirklich super sauber und von meinem Zimmer, dass ich mir mit 7 anderen Damen teile, im 19. Stock bekommt man schon einen ganz guten Ueberblick ueber Tokyo! Allerdings wird man um 7.00 Uhr per Lautsprecheransage geweckt und vor 23 Uhr heisst es heimkommen, denn dann werden die Tore geschlossen! Aber fuer ein paar ruhige Tage in Tokyo (so habe ich es zumindest geplant!), ist das schon genau das richtige!
Ohne Lonely Planet (DAS Backpacker Guidebook) musste ich nach Japan einreisen und zum Glueck hatte ich diesmal schon im Vorfeld mein Hostel gebucht. Ich war fest davon ausgegangen, dass ich das Reisebuch fuer Japan am Flughafen in Peking kaufen koennte. Aber: Dort gibt es keine internationale Reiseliteratur! Das habe ich noch nie ERLEBT und ich bin mit fast sicher,am Flughafen in Shanghai Lonely Planets gesehen zu haben. Das wuerde bedeuten, dass es diesmal nicht am Regime, sondern einfach an den Buchhandlungen am Flughafen liegen wuerde.
Den Abend gestern (nach meiner spaeten Ankunft im Hostel gegen 22.30h) habe ich mit einer Oesterreicherin, Bettina, verbracht, die in Sydney lebt und auf der Durchreise nach Europa war, um dort zum sechswoechigen Heimaturlaub aufzuschlagen. Ihr konnte ich den LP abkaufen und so habe ich noch einen guten Deal gemacht
)
China liegt hinter mir!
Fast zwei Wochen konnte ich jetzt nicht auf meinen blog zugreifen!10% der Seiten des WWW sind in China gesperrt, unterliegen also der Zensur. Dazu gehoren wohl auch alle Blogs aus englischsprachigen Laendern (so wie meiner).
JA, fuer alle,die es beruhigt: Ich habe China verlassen.
Ich habe soviel zu erzaehlen, dass ich versuchen werde, meinen („kurzen“ vermeide ich an dieser Stelle, denn daran koennte ich mich wohl nicht halten…) Bericht irgendwie thematisch zu untergliedern. Hoffe es bleibt nicht nur bei dem Versuch und Ihr koennt mir folgen.
Zunaechst zum Thema Erdbeben:
Ich kam gerade von meiner viertaetigen Cruise auf dem Yangste zurueck und wartete am Flughafen, als der bildschirm vor meinen Augen wankte. Ich schaute mich um, die anderen wartenden Passagiere zeigten keine Reaktion und so ging ich zunaechst davon aus, dass mein Gehirn oder meine Ohren noch damit beschaeftigt sind zu realisieren, dass ich nicht mehr auf dem Schiff bin. Etwa eine Minute spaeter rannten dann alle Leute panisch aus dem Flughafengebaeude, was mich daran zweifeln liess, dass es an mir lag… Wir warteten rund 15 Minuten vor dem flughafengebaeude und kehrten dann zurueck. In China bleiben so viele Fragen ungeklaert, also wusste ich auch nicht, ob Erdbeben in dieser Region ueblich sind. Ich beschaeftigte mich weiter mit dem Internet, passierte den Sicherheitscheck und wartete aufs Boarding, als mich Burkard anrief und in merkwuerdigem Ton fragte, wie es mir gehe. Dann erzaehlte er mir von den Ausmassen des Erdbebens und ich war froh, dass China gross ist und ich einige hundert Kilometer von den schwer betroffenen Gebieten entfernt bin. Ein total nettes Ehepaar aus Suedafrika, mit denen ich auf dem Schiff eine tolle Zeit verbracht habe, wartete gerade auf ihren Flug nach Chengdu. Ich bin um 17.00h abgeflogen, zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine offiziellen Ansagen zum Erdbeben. Ihr Flug sollte um 20.00h gehen. Ich hoffe doch sehr, dass sie Ihre Reiseplaene aendern konnten!
Ueber die Ausmasse der Katastrophe wisst Ihr mehr als ich. Ich weiss es gab ein Erdbeben, andere westliche Touristen informierten mich ueber etwa 50.000 Tote! Ist das wahr? Ansonsten kann man in China uebers Public Viewing auf riesen Leinwaenden in den Shopping Strassen immer nur Verlautbarungen von irgendwelchen Offiziellen wahrnehmen. Natuerlich auf Chinesischk, daher weiss ich nicht sicher, um was es geht. Ein Schwede, den ich getroffen habe, DER Chinesisch spricht, erzaehlte, es wuerde im wesentlichen ueber die toll organisierte Hilfe gesprochen.
Gestern waren 3 Minuten Staatstrauer angesagt. Ich war gerade am Flughafen in Peking, um nach Tokio zu fliegen. Sie begann um 14.28 Uhr. Zunaechst dachte ich, witzige Zeit, bei uns wuerde man wohl um 14.30h starten, aber ich vermute, dass das Erdbeben genau zu dieser Zeit begonnen hat. Drei Schweigeminuten waren also angesagt, aber natuerlich nicht ohne musikalischen Untermalung… Ich glaube so ganz ohne Lautstaerke koennen die Chinesen gar nicht!
Chinesen sind ueberhaupt ein sehr lautes Volk im Verhaeltnis zu den anderen asiatischen Nationen, die ich kennengelernt habe.
Kunming – 06.05.2008
Heute haette ich Euch soooo viel mitzuteilen…
Die Sache mit den Photos scheint zu einer Odyssee zu werden… Beim letzten Mal war ich doch sehr zuversichtlich, dass es klappen koennte. Ich konnte sie auch tatsaechlich auf den Rechner laden, aber nach ca. 2 Stunden Vorbereitung gab es einen Stromausfall im Internetcafe und die von mir ausgesuchten Photos waren alle geloescht!!! Ich war so sauer, dass ich an diese Abend keine Lust hatte, die Arbeit nochmal zu machen. .. Denke, dass Ihr dafuer Verstaendnis habt!
Heute konnte ich die Photos wieder auf den Rechner laden, aber… – ich schreibe Euch nicht live – denn mein Blog laesst sich nicht oeffnen. Ich schreibe also nun und werde diesen Bericht auf meinem USB-Stick speichern in der Hoffnung, dass mir nicht alle Rechner in China den Zugriff auf meine Homepage verweigern. Falls das doch so sein sollte, schicke ich jemandem von Euch meine Berichte per Email – das funktioniert – und derjenige muss sie dann hochloden. Ja, Nina, habe Dich als potentielles Opfer schon im Auge! Aber ich versuche es morgen erstmal an einem anderen Computer!
Ich bin im Suedwesten Chinas, in Kunming. Leider habe ich ne dicke Mandelentzuendung, die schwaecht mich ein bisschen. Aber da ich kein Fieber habe, versuche ich die Einnahme von Antibiotika noch hinauszuzoegern… Dennoch ist meine Stimmung gut. Ich wohne in einem richtig noblen Hotel (also im Verhaeltnis zu den Absteigen, in denen ich sonst so haus e…) Mit Fernseher, Zimmerservice und so. Fernseher, ach ja, das ist schon mein erstes Stichwort: Es gibt nur chinesisches Fernsehen. Nachrichten aus Hong Kong werden im Moment zensiert, amerikanisches Fernsehen gibt es wohl schon seit einigen Wochen nicht mehr… Ich kann Euch sagen, wenn man hier is, lernt man seine Freiheit in Europa erstmal so richtig zu schaetzen!!! Wir muessten jeden Tag eine grosse Party feiern fuer das Glueck dort zu leben, wo wir sind und fuer die tollen Lebensumstaende!!!
Heute werde ich meinen Bericht in Stichworte untergliedern, denn es gibt soooo viel zu erzaehlen:
EINREISE: Von meinen Schwierigkeiten, ein Visum zu bekommen, habe ich ja schon berichtet. An der Grenze hatte ich dann erneut Probleme, und diesmal fand ich das ganze auch ueberhaupt nicht mehr lustig!!! Ich legte dem Grenzbeamten meinen Pass mit Visa vor. Als er sah, dass ich zwei Visa habe (ein abgelaufenes und ein gueltiges), telefonierte er, musterte mich streng und w enige Sekunden spaeter standen zwei schwer bewaffnete Uniformierte neben mir, die mich „abfuehrten“. Sie brachten mich in einen kleinen Raum und … da sass ich dann erstmal. 10 Minuten, ohne das irgendwas passierte. Koennt Ihr Euch vorstellen, wie lang einem diese 10 Minuten vorkommen??? Dann kamen zwei sehr wichtige Maenner (wichtige Leute erkennt man in China an der Uniform, hahahaha!!!), die den Pass auf den Tisch legten, mich wieder streng musterten und dann fragten, warum ich zwei Visa habe und warum ich nicht frueher eingereist bin. Ich habe versucht es zu erklaeren. Sie verstanden mich aber offensichtlich schlecht. Naechste Frage: Was ich in China vorhabe, warum ich in China reisen moechte… Was ich ueber China weiss. Ich sei Studentin, was ich studiere? Ich wusste nur eines, ich muss ganz spontan antworten. Und wisst Ihr, was MIR als erstes eingefallen ist??? Mathe! Na, sie haben es geschluckt und ich war froh, dass ich darueber keinen Test ablegen musste… Meine Kenntnisse haetten wahrscheinlich nur mal fuers erste Semester gereicht… lach… Wenn ich mir der Wahrheit, Politikwissenschaft, geantwortet haette, haette ich wohl befuerchten muessen, gleich in den dunklen Kerker gesperrt zu werden!!! Spaeter kam noch ein dritter Chinese hinzu, der auch besser Englisch sprach, was mich irgendwie beruhigte. Schliesslich fragten sie mich, ob sie mein Gepaeck inspizieren duerften. Ich antwortete natuerlich mit „ja“, hatte ja auch keine Wahl und auch nicht da Gefuehl, irgendwas Unerlaubtes einzufuehren… Aber: Ich habe doch einen zweiten Pass… Das ist ganz suspekt! Aber war schlieslich doch kein Grund mir die Einreise zu verweigern. Am merkwuerdigsten scheinen es die Asiaten zu finden, dass ich alleine reise. Dafuer ernte ich entweder Respekt oder unglaeubiges Kopfschuetteln… Nach 2 Stunden (gefuehlten 2 Tagen), durfte ich meine Sachen wieder packen und nach China einreisen. Meine Lust auf China war in diesem Moment auf dem Nullpunkt! N un hiess es, eine Prepaid-Karte und ein Busticket kaufen und ab nach Guangzhou, meine Freundin Shelly treffen! Der Gedanke an das baldige Treffen hielt mich auf hoch!
GROSSE HUNDE IN PEKING: Grosse Hunde duerfen in Peking nicht mehr gehalten werden! Wenn Du einen grossen Hund hattest, musstest Du ihn entweder abgeben oder umsiedeln! Das soll zum Schutz der Besucher der Olympischen Spiele sein. Hammer, oder? Ist ja wie Enteignung!
MOTORROLLER: In Taipei war ich von der Anzahl der laut durch die Stadt rasenden Motorroller ganz irritiert. James und Kelvin vermuten, dass jeder 2. Taiwanese einen Motorroller hat. In Guangzhou, im Suedosten Chinas, vermisste ich das laute Knattern dieser meist alten Fortbewegungsmittel! Meine Bewunderung aeusserte ich Shelly gegenueber und sie erklaerte mir, dass die Verwaltung von Guangzhou vor 3 Jahren Motorroller verboten habe!!! Hier wird dann einfach ein neues Gesetz gemacht und schwupps, kannste zusehen, wie Du Dich ab sofort for tbewegst!!! Wieder unfassbar! Hier in Kunming fehlt zwar auch das laute Knattern der Motorroller, aber hier gibt es sie: Allerdings sind sie elektrisch!
KINDER: Neben der Ein-Kind-Politik scheint es hier noch eine andere zu geben, die ich ganz schwer ertragen kann: Die Ich-schlag-mein-Kind-auf-der-Strasse-halb-tot-und-keiner-mischt-sich-ein-Politik! Ich muss schwer an mich halten, mich nicht einzumischen, aber in den beiden chinesischen Staedten, die ich bis heute gesehen habe, scheint das Schlagen von Kindern leider wirklich zum Strassenbild zu gehoeren. Damit meine ich keine Ohrfeige! Aber ich werde den Teufel tun, mich einzumischen, versprochen!
TAXI FAHREN: Gestern fuehlte ich mich wie ein kleiner Koenig, denn ich hatte die Adresse meines Hotels in Chinesisch! Bringt aber auch nichts, wenn der Taxifahrer offensichtlich nicht lesen kann… Ein Problem an das ich nicht gedacht hatte!
HEUTE: Heute ist ein ganz besonderer Tag fuer mich: Zum ersten Mal seit 3 Wochen schwitze ich nicht!!! Das ist wirklich eine tolle Abwechslung! Hier ist es nicht so schwuel wie in Hong Kong, Taiwan, Macau oder im Suedosten der Republik, was wirklich eine tolle Abwechslung ist!!!
SHELLY und FAMILIE: Der Aufenthalt bei Shelly und ihrer Familie war der Hammer!!!! Es war so toll! Sie haben sich so liebevoll um mich gekuemmert! Interessant war es zudem, denn Shellys Vater ist vor einigen Jahren aus der Partei ausgetreten. Damit konnten wir auch ueber Politik sprechen! Er hat einige sehr interessante Ansichten und ist ein grossartiger Mann, der mich sehr fasziniert hat!
In Gongbei einen Bus zu finden, der nach Guangzhou faehrt, war nicht ganz einfach, da – Ihr ahnt es – no english! Schliesslich sass ich in einem Bus. Mit Shelly hatte ich vereinbart, dass ich ihr sage, an welchem Stop ich ankomme. Da ihr Vater sie fahren konnte, war es fuer sie im Prinzip egal. Nun sass ich also im Bus und den einzigen Stopp den ich kannte, war Garden Hotel. Aber das kannte weder der Busfahrer noch die Stewardess des Busses (zumindest in dieser englischen Bezeichnung nicht). Der Bus war voll, aber niemand schien Englisch zu koennen. Nun hatte ich ja zum Glueck schon meine Prepaid-Karte fuers Handy. Also habe ich Shelly angerufen und der Stewardess das Handy in die Hand gedrueckt. Sie hat Shelly dann erklaert, wo der Bus haelt. Shelly hat sie gebeten, mir Bescheid zu geben, wann ich aussteigen soll. Ich komme also an, wundere mich, dass Shelly nicht schon auf mich wartet, denn ich kenne sie als Zuverlaessigkeit in Person. Ich warte noch einige Minuten, dann rufe ich sie an. Und? Die Stewardess hat mir nicht Bescheid gesagt und ich bin an einem anderen als dem vereinbarten Stopp!!! Kein Problem, Shelly sammelt mich eine halbe Stunde spaeter dort ein, aber ich habe mich schon ueber die doofe Stewardess geaergert! Wir sind dann zu Familie Sun zum Mittagessen gefahren! Super lecker! Shelly hatte fuer mich ihr Zimmer geraeumt, dafuer musste der Vater auf der Couch schlafen… Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass ich auch gerne auf der Couch schlafen wuerde, aber das kam fuer die supergastfreundliche Familie nicht in Frage!
Nach dem Mittagessen bin ich mit Shelly und ihrer Mutter auf den Hausberg, danach sind wir zum Abendessen. Nach einem kurzem Durchatmen ging es dann mit Shelly und Papa Sun zum Pearl River, Guangzhou bei Nacht geniessen… Das war ein grossartiger, wenn auch langer Tag! Ich habe mich so unglaublich willkommen gefuehlt bei Familie Sun!
Der Vater unterrichtet als Privatlehrer im eigenen Haus. Es gibt sehr harte Auswahlverfahren fuer die High School und die Universitaeten und so laesst sich damit sehr gutes Geld verdienen! Als Lehrer in einer staatlichen Schule kann er nicht mehr arbeiten, seit er aus der Partei ausgetreten ist. Das ist rund 20 her! Er ist danach gebeten worden, das Land zu verlassen. Zuvor hatte er eine sehr gut laufende Schuhfabrik, die auf den Export nac h Amerika spezialisiert war. Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste 1989 ist das GEschaeft allerdings stark eingebrochen, kein Amerikaner wollte mehr Schuhe aus China! Durch diese finanziellen Noete und den Druck des Staates, China zu verlassen, ist er nach England und Shelly und ihre Mutter sind nach Macau – auch sie konnten sich in China nicht mehr sicher fuehlen. Als Shelly und ihre Mutter nach 8 Jahren in Macau einen Macau-Pass bekommen konnten und ihnen somit die Welt weit offener stand als als Chinesen, sind sie zurueck nach China – er aus England kommend, sie aus Macau. Dort haben sie sich dann ein neues Leben aufgebaut. Shelly war damals 13, ihr Vater hat sie nicht aufwachsen sehen, was er sehr schade findet! Er ist der Auffassung, dass China in den letzten Jahren eine gute Entwicklung gemacht hat, die vor allem durch die Oeffnung der Wirtschaft bewirkt werden konnte. Nun koenne auch er als Nicht-Parteimitglied, einigermassen frei in China leben. Fuer seine T ochter wuenscht er sich allerdings, dass sie sich nach dem Abschluss ihres Studiums, einen neuen Wohnort sucht. Europa oder Macau kann er sich gut vorstellen. Ich glaube es ist sehr schwer in China zu leben, wenn man die Grenzen, die einem dieser Staat staendig aufbuergt, erkannt hat und akzeptieren muss. Eine Revolution haelt er fuer unsinnig – sie wuerde Millionen Menschenleben kosten. Von daher sei die Loesung, das Beste aus seinem Leben zu machen und wenn moeglich das Land nach einer guten Ausbildung zu verlassen. Daher sei die Ausbildung und ein gutes Studium an einer guten Uni so unglaublich wichtig. Er liebt sein Land, seine Stadt, die Menschen – aber mit und unter diesem Regime kann er nicht frei leben.
Mitte letzter Woche war er wohl in einer Buchhandlung als ihn eine Mutter ansprach, welches Buch sie fuer ihren Sproessling kaufen solle. Er empfahl nur die grundlegenden Buecher zu kaufen und diese eingaengig zu studieren, statt viel Geld in andere Bu echer zu stecken. Daraufhin erhielt er am Freitag wohl einen Anruf vom Governor, dass er solche Empfehlungen zu unterlassen habe! Wahnsinn!!!
Ihr seht, hier geht es anders zu als bei uns! Interessant ist es sicher! Leben moechte ich hier sicher nicht!
Zur Grenzsituation habe ich gesagt: I’m sure they make a good job, but they don’t make friends! Ich bin gespannt, ob ich diesen Eindruck am Ende meiner Reise durch China bestaetigen muss, oder ob ich ihn noch revidieren kann. Bisher wuerde ich allerdings sagen, dass Chinesen nicht besonders freundlich und aufgeschlossen sind! Warten wir’s ab! Ich versuche mich wieder aus Xi’an zu melden!
Nicki
Ich besorg mir mal schnell ein Visum fuer China – 02.05.2008
Schnell!!! Wieder ganz schlecht!!
Ein anderer Backpacker hat mir in Taiwan den Rat gegeben, dass es einfacher ist in Macau an ein Visum fuer China zu kommen als in Hong Kong. also bin ich heute morgen sehr guter Dinge zur chinesischen Botschaft hier in Macau gefahren – ein Kinderspiel! Naja… eeeehhhmmmm… nicht so ganz: Chinesische Schikane beschreibt es vielleicht besser!
In der Eingangshalle des Konsulats angekommen, musste ich zunaechst wie am Flughafen meine Tasche in ein Koerbchen legen und durch die Sicherheitsschleuse gehen. Haette ja vielleicht auch Sinn gemacht, wenn nicht das Koerbchen mit meiner Tasche nur von rechts nach links geschoben worden waere ohne einen Blick darauf oder darein zu werfen… Schmunzelnd habe ich meine Tasche entgegen genommen und mich an das Ausfuellen des Visa Antrags gemacht. Nuemmerchen gezogen und gewartet… Nach ca. 20 Minuten war ich dran. Eine freundliche Regierungsangestellte quetschte mich aus, warum ich nach China reisen moechte, was ich dort vorhabe, ob ich Verwandte oder Freunde dort haette (natuerlich nicht!!!
), was ich ueber Shanghai und Beijing wuesste… Hat eigentlich nur noch gefehlt, dass sie mich fragt, was ich von der Austragung der olympischen Spiele in China halte… Soweit kam es aber nicht!
Nach diesem Interview bat sie mich, nachzuweisen, dass ich wieder ausreisen moechte… (ich glaube da muessen sich die Chinesen wirklich keine Sorgen machen, dass ich vor lauter Begeisterung gleich dort bleiben wollte….). Tja, dafuer braeuchte ich dann wohl meine Flugtickets – die allerdings sind im Hostel! Ich frage nach, ob ich noch andere Unterlagen beibringen muesse… NEIN! OK! Also wieder in den Bus, zum Hostel, Flugtickets tief unten in die Tasche und zurueck zum Konsulat. Dort angekommen wieder ein Nuemmerchen gezogen… gewartet … ich bin dran und ueberreiche stolz meine Flugtickets von deren Anzahl die junge offensichtlich auch schwer beeindruckt ist. Sie schaut mich unglaeubig an, geht dann an den Kopierer und macht eine Kopie. Als sie zurueck kommt, fragt sie mich nach einer Bestaetigung meine Hotelbuchung! Nun schaue ich unglaeubig zurueck und antworte, dass ich sie doch gefragt habe, ob ich ausser der Tickets noch etwas anderes mitbringen solle und sie mit ‘NEIN’ geantwortet habe. Ob ich ein Visa haben wolle, fragt sie mich? Na klar, also dackel ich los ins naechste Internetcafe, buche irgendein Hostel (schon wissend, dass ich diese Buchung ohnehin wieder stornieren wuerde), drucke die Buchungsbestaetigung aus und wandere zurueck. Diesmal ziehe ich keine Nummer, sondern stelle mich einfach an. Als ich dran komme, markiert sie einige Dinge auf meiner Bestaetigung und … fragt mich dann, wie ich nachweisen koenne, dass ich ueber ausreichend Mittel verfuege, um meine Reise in China zu bestreiten!!! WAS!!!??? Ein Kontoauszug koenne weiterhelfen… Ja, das verstehe ich, aber warum um alles in der Welt hat sie das nicht gleich gesagt??? Ich – meinen Gefuehlszustand mit leicht gefrustet zu beschreiben waere stark untertrieben
)) ich koche vor Wut, aber ich bin ihr ja ausgeliefert!!! – trotte also wieder ins Internetcafe, drucke meinen aktuellen Kontostand aus. Wieder zurueck – warte auf die naechste Aufgabe! Aber nein, das soll jetzt wirklich alles gewesen sein!!! Dienstag koenne ich mein Visum haben! Dienstag!??? Ich haette es gern heute! Nein, dann haette ich um 9.00h da sein muessen! War ich ja, aber seit fast 3 Stunden versuche ich ja nun irgendwelche Dokumente anzuschleppen!!! Das versteht sie – haeaeaehhh??? Na, dann koennte ich um 16.00h wiederkommen und wuerde ausnahmsweise das Visum am gleichen Tag bekommen! Wow!!! Ich bin gespannt, ob das wirklich klappen wird und fuer wie viele Tage das Visum ausgestellt wird!
Am Ende bin ich positiv ueberrascht: Nachdem ich viel Stunden und vorallem ganz viele Nerven mit dieser Angelegenheit zugebracht habe, hatte ich heute nachmittag mein Visum fuer einen Aufenthalt von 15 Tagen in der Hand!!!
Dazu muss ich anmerken, dass es bis vor kurzem ueberhaupt kein Problem war, ein Visum fuer mehrfachen oder zumindest zweifachen Eintritt von je 30 Tagen zu bekommen. Aber seit Februar ist es ein Problem und den Angehoerigen mancher Nationen wird wohl gaenzlich die Einreise verweigert!
Interessant ist auch, wie unterschiedlich teuer Visa sind, je nachdem aus welchem Land man kommt. So muss ein US Amerikaner z.B. fuer das gleiche Visum, fuer das ich 150 MOPS (ca. 12 Euro) zahlen muss, 1050 MOPS auf den Tisch legen. Auch viele Einwohner afrikanischer oder osteuropaeischer Staaten muessen deutlich mehr zahlen als wir. Fuer diese Ungleichbehandlung gibt es sicher viele (fuer uns wahrscheinlich schwer nachvollziehbare) Gruende!!!
Also, mal schnell ein Visa, bitte!
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